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Unser Gründer, unser Entstehen und Geschichte...


Unser Gründer Kan. Leopold Engelhart

Die Situation zur Zeit unserer Gründung

Der Beginn ...

Die Gemeinschaft wächst ...

Unser Auftrag heute ...



Unser Gründer Kan. Leopold Engelhart

... wurde am 15.11.1892 in Wien geboren. Der frühe Tod seines Vaters brachte die Familie in große Not, so daß er in ein Waisenhaus kam. Seine ältere Schwester ermöglichte ihm dann das Knabenseminar in Hollabrunn und das Theologiestudium.
1917 wurde er zum Priester geweiht. Seine erste Pfarre war Gloggnitz, aber schon
1919 wurde er an die Dompfarre St.Stephan als Domkurat und Domprediger berufen.
1932 erhielt er von Kard.Innitzer den Auftrag, die Kath. Aktion aufzubauen. Sie wurde 1939 durch das NS-Regime liquidiert. Er übernahm die große Pfarre Neu-Ottakring in Wien, wo er bis zu seinem Tod am 4. August 1950 blieb.

Wo immer er wirkte, war es sein besonderes Charisma, Situationen und Nöte zu erkennen, nach Lösungen zu suchen und neue Wege zu gehen. Aus seiner eigenen Lebensgeschichte heraus war er sensibel für die Nöte anderer und lernte schon früh, Probleme aktiv anzugehen. Alles kam aus seiner tiefen Sorge um das innere und äußere Heil der Menschen, aus seiner Verbundenheit mit - und seinem Vertrauen auf Christus. Das war die Quelle seiner Ideen, Initiativen und Durchsetzungskraft trotz eines jahrelangen schweren Leidens.



Die Situation zur Zeit unserer Gründung

... war ein Anstoß dazu. Es war die Zeit nach dem 1. Weltkrieg in Wien:
Große Armut herrschte unter vielen Menschen in politisch unsicherer, verwirrender Zeit. Die kirchliche und seelsorgliche Situation war ihr entsprechend.

Leopold Engelhart, damals Domkurat in St.Stefan/Wien, dann Sekretär des Erzb.Ordinariates und Domprediger spürte hautnah die Not der Menschen, der Kirche und der Priester. Er sah nicht zu, sondern suchte nach Wegen, um zu helfen und tat es.

Die Priester in den Großstadtpfarren brauchten Menschen, die mit ihnen die Anliegen der Seelsorge teilen, Menschen, die mit Rat und Tat und Gebet hinter ihnen stehen. Und er suchte dazu Frauen, die bereit waren, sich in eheloser Lebensform an Christus zu binden.

Aber sie sollen "mitten in der Welt" stehen,
mitten unter den Menschen,
um mitten unter ihnen zu spüren,
was sie für ihr Leben und ihren Glauben brauchen.

Engelhart war damals geistlicher Leiter einer Gruppe junger Frauen der "Marianischen Kongregation". Diese Frauen motivierte er für sein Anliegen, vermittelte ihnen eine Grundausbildung und sandte sie in Hausbesuchen zu Menschen, die der Kirche den Rücken gekehrt hatten. Aus den regelmäßigen Treffen der Gruppe, dem Erfahrungsaustausch und dem Gebet schöpften sie dazu immer wieder Freude, Mut und Kraft .


Der Beginn ...

Am 16.Dezember 1926 lud er sechs dieser "Laienapostel" zu sich ein und entfaltete dabei seine Vision, sie zu einer verbindlichen Gemeinschaft zusammen zu führen mit dem Auftrag in der " Seelsorge " mitzurbeiten. Sie stimmten zu und begannen unter seiner Anleitung diesen Weg zu gehen. Das Evangelium sollte die Richtschnur ihres Lebens und ihrer Sendung sein.

Die Einführung des Christkönigsfestes 1925 durch Papst Pius XI., bewegte Engelhart.
So wurde dieses Fest das Hauptfest der Gemeinschaft. Daraus entstand unser Titel " Ancillae Christi Regis " - "Dienerinnen Christi des Königs ". Das meint, dass wir im Dienst Christi stehen, dessen Macht jedoch die dienende Liebe ist. Bald schlossen sich weitere Mitglieder an. Nach aussen hin blieb die Gruppe noch verborgen.



Die Gemeinschaft wächst ...

1927 gelang es durch das Bemühen Engelharts und einiger anderer Priester, die hauptamtliche "Seelsorgehilfe" ins Leben zu rufen. Er sorgte auch für eine entsprechende Ausbildung, die der sozialen Frauenschule angeschlossen war. 1928 wurden bereits die ersten "Seelsorge-helferinnen" in Pfarren eingesetzt. Davon erfuhren junge Frauen in Schlesien und Tirol. Sie lernten dadurch den Gründer und die junge Gemeinschaft kennen. Einige haben sich ihr angeschlossen und trugen sie in ihre Diözesen weiter.

Der 2.Weltkrieg brachte es mit sich, dass sie sich in kleine, familiäre Gruppen,
die "Kollegien " teilten, um noch weniger aufzufallen


Zunächst entfaltete sich die Gemeinschaft neben Wien auch in Schlesien. Ein junger, aufgeschlossener Priester förderte und begleitete sie. Nach der Vertreibung der Schlesier nach Deutschland suchte er mit den nun weit verstreuten Mitgliedern wieder Kontakt aufzunehmen. Auf diese Weise entstanden die Kollegien in Deutschland. In Österreich kamen Mitglieder nach Tirol. Von dort ging es weiter nach Vorarlberg, Südtirol und Salzburg. Von Wien aus entstand später das Kolleg in Oberösterreich.

Einige Mitschwestern spürten den Ruf in fernere Länder und gingen nach Korea, Tanzania und Ungarn. Zur Zeit wächst die Gemeinschaft in Ostungarn, wo sich auch ein neuer Zweig mit Familien bildet. Sie wollen als Familien für die Familien in allen seelsorglichen Bereichen der Pfarren in unserer Spiritualität wirken.

Kan.Engelhart wollte von Beginn an nicht ausschließlich beim Beruf der Seelsorgehelferin bleiben. Er sah die Notwendigkeit der Seelsorge in allen Berufen und an allen Orten. Es gibt viele Lebensbereiche, wo Priester nicht hinkommen oder ankommen. Jede kann an ihrem Ort, in ihrem Beruf, mit ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten - also "mitten in der Welt" - die Botschaft Jesu durch ihr Leben verkünden.

Zur Zeit unserer Gründung gab es bereits viele solcher Gemeinschaften, aber man wusste nichts voneinander. So war es eine große Freude und Bestätigung , als 1947 die Säkularinstitute durch Papst Pius XII. als eigene Form der Berufung in der Kirche errichtet wurden.


Unser Auftrag heute ...

Das Anliegen unseres Gründers " Christus in den Mitmenschen nach Seinem Beispiel zu dienen, und das Wirken der Priester im glaubenden , betenden und mitsorgenden Dahinterstehen zu unterstützen " ist in der jetzigen Zeit nicht weniger aktuell. Es gibt so viele Nöte wie Menschen, in denen jeder mit seinen von Gott geschenkten Gaben anderen "dienen" kann.