
Unser Gründer Kan. Leopold Engelhart
Die Situation zur Zeit unserer Gründung
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... war ein Anstoß dazu. Es war die Zeit nach dem 1. Weltkrieg in Wien:
Große Armut herrschte unter vielen Menschen in politisch unsicherer, verwirrender Zeit. Die kirchliche und seelsorgliche Situation war ihr entsprechend.
Leopold Engelhart, damals Domkurat in St.Stefan/Wien, dann Sekretär des Erzb.Ordinariates und Domprediger spürte hautnah die Not der Menschen, der Kirche und der Priester. Er sah nicht zu, sondern suchte nach Wegen, um zu helfen und tat es.
Die Priester in den Großstadtpfarren brauchten Menschen, die mit ihnen die Anliegen der Seelsorge teilen, Menschen, die mit Rat und Tat und Gebet hinter ihnen stehen. Und er suchte dazu Frauen, die bereit waren, sich in eheloser Lebensform an Christus zu binden.
Aber sie sollen "mitten in der Welt" stehen,
mitten unter den Menschen,
um mitten unter ihnen zu spüren,
was sie für ihr Leben und ihren Glauben brauchen.
Engelhart war damals geistlicher Leiter einer Gruppe junger Frauen der "Marianischen Kongregation". Diese Frauen motivierte er für sein Anliegen, vermittelte ihnen eine Grundausbildung und sandte sie in Hausbesuchen zu Menschen, die der Kirche den Rücken gekehrt hatten. Aus den regelmäßigen Treffen der Gruppe, dem Erfahrungsaustausch und dem Gebet schöpften sie dazu immer wieder Freude, Mut und Kraft .
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Zunächst entfaltete sich die Gemeinschaft neben Wien auch in Schlesien. Ein junger, aufgeschlossener Priester förderte und begleitete sie. Nach der Vertreibung der Schlesier nach Deutschland suchte er mit den nun weit verstreuten Mitgliedern wieder Kontakt aufzunehmen. Auf diese Weise entstanden die Kollegien in Deutschland. In Österreich kamen Mitglieder nach Tirol. Von dort ging es weiter nach Vorarlberg, Südtirol und Salzburg. Von Wien aus entstand später das Kolleg in Oberösterreich.
Einige Mitschwestern spürten den Ruf in fernere Länder und gingen nach Korea, Tanzania und Ungarn. Zur Zeit wächst die Gemeinschaft in Ostungarn, wo sich auch ein neuer Zweig mit Familien bildet. Sie wollen als Familien für die Familien in allen seelsorglichen Bereichen der Pfarren in unserer Spiritualität wirken.
Kan.Engelhart wollte von Beginn an nicht ausschließlich beim Beruf der Seelsorgehelferin bleiben. Er sah die Notwendigkeit der Seelsorge in allen Berufen und an allen Orten. Es gibt viele Lebensbereiche, wo Priester nicht hinkommen oder ankommen. Jede kann an ihrem Ort, in ihrem Beruf, mit ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten - also "mitten in der Welt" - die Botschaft Jesu durch ihr Leben verkünden.
Zur Zeit unserer Gründung gab es bereits viele solcher Gemeinschaften, aber man wusste nichts voneinander. So war es eine große Freude und Bestätigung , als 1947 die Säkularinstitute durch Papst Pius XII. als eigene Form der Berufung in der Kirche errichtet wurden.
Das Anliegen unseres Gründers " Christus in den Mitmenschen nach Seinem Beispiel zu dienen, und das Wirken der Priester im glaubenden , betenden und mitsorgenden Dahinterstehen zu unterstützen " ist in der jetzigen Zeit nicht weniger aktuell. Es gibt so viele Nöte wie Menschen, in denen jeder mit seinen von Gott geschenkten Gaben anderen "dienen" kann.